Die Bauarbeiten für Abwasserentsorgung in Becej begannen gleichzeitig mit dem Bau der Textilfabrik „Trikoteks“. Die Hauptleitung hatte eine Länge von ca. 1200 m und versammelte die Abwässer der lokalen Fabriken und der Haushalte aus der Umgebung. Der Vorfluter war der sogenannte tote Flussarm der Theiß. Das war ein Mischsystem für Abwasserentsorgung.
Am Ende der siebziger Jahren wurden neue Objekte für Abwasserentsorgung gebaut. Planmäßig wurde ein Teil der Magistralleitung gebaut und 1998 die Hauptpumpwerk in Betrieb genommen. Außerdem wurden noch 5 weitere Pumpwerke an entsprechenden Punkten des Einzugsgebietes eingerichtet.
Die Länge der Magistralleitung ist etwa 2000 m und liegt in der Richtung Nord – Süd. Im Bezug auf das Projekt ist nur der erste Teil ausgebaut worden. Bei dem Kanal „Bogojevo-Becej“ ist das Hauptpumpwerk. Hier wird die gesamte Abwassermenge in die Kläranlage überpumpt.
Die Magistralleitungen können die gesamte Abwassermenge des lokalen Einzugsgebietes versammeln. Sekundäre und terziale Kanalleitungen schließen sich der Magistralleitung an. Die Gesamtlänge der ausgebauten Kanalleitung ist ca. 62 km.
Bei der Ausbau der Kanalleitungen wurde planmäßig ein getrenntes Abwasserentsorgungsystem vorgesehen. Doch die Abwasserentsorgungsobjekte funktionieren als Mischsystem, da der größte Teil der Kanalisation, vorgeshen für die Regenwasserentsorgung bereits noch nicht ausgebaut ist.
5 Hebewerke befördern die gesamte Abwassermenge der Stadt bis zum Hauptpumpwerk. Durch das Hauptpumpwerk wird die gesamte Abwassermenge unter dem Kanal DTD in die Kläranlage überpumpt. Im Stadtkreis gibt es zwei Einzugsgebiete, wo die Abwasserentsorgung nicht gelöst ist, da es dort weder Kanalleitungen, noch Hebewerke gibt.
Die aktuellsten Probleme
- Das Projekt bezieht sich nicht auf den ganzen Stadtkreis
- Fehlende Teile der Magistralleitung
- Mehr als 50% der sekundären Kanalleitungen sind nicht ausgebaut
- Ausbau des Kanalisationsnetzes wäre eine Bedingung für die Sanierung umweltverschmutzenden Abwassergruben. Dadurch wären die Grundwasservorräte vor Verschmutzung durch Infiltration geschützt.
- Nötig ist ein Spezialfahrzeug für die Instandhaltung des Kanalisationsnetzes
- Rekonstruktionsarbeiten am Hauptpumpwerk, Austausch der Zentrifugalpumpe
- Entfernung des Rechengutes am Hauptpumpwerk automatisieren
- Austausch der Unterwasserpumpen bei allen Hebewerken
Entwicklungsplan
- Ausbau eines Teiles der Magistralleitung, Rohrdurchmesser 400 – 300 mm
- Ausbau eines Teiles der Magistralleitung, Rohrdurchmesser 350 -300 mm
- Ausbau der Sekundärleitung, Rohrdurchmesser 250 mm
- Ausbau der Terzialleitung, Rohrdurchmesser 200 mm
- Kauf eines Spezialfahrzeugs für die Instandhaltung des Kanalisationsnetzes
- Zentrifugalpumpe für das Hauptpumpwerk Q=10-15 l/s, H=7 m
- Schlammsammler und Spiralrechen für zwei Hebewerke
- Rekonstruktionsarbeiten am Hauptpumpwerk (Grobrechen, Zentrifugalpumpe Q= 200 l/s, H= 13 m)